Amateurfunk an Bord; eine Welt ohne Grenzen!

 

Der Amateurfunk (Ham Radio) ist ein Hobby, welches man betreibt, wenn man sich prinzipiell für Technik und Kommunikation  interessiert. Die Grundlage des Amateurfunks ist in Österreich die Funkvollzugsordnung. Aussendungen werden auch stichprobenartig  durch die Funküberwachung kontrolliert. Die Fernmeldebehörde  ist in Österreich dafür zuständig. Eine recht aufwendige Prüfung ist  Bedingung für den Einstieg in diese Welt. Der Amateurfunker (AF) beherrscht  mehrere verschiedene  Betriebstechniken; je nach Interesse und Neigung. Bevorzugt  ist die Phonie, CW (morsen), Pactor (Zusatzgerät für spezielles  Übertragungsverfahren), SSTV (eine Art Amateurfernsehen mit langsamer Bildabfolge). Um mehr Informationen dahingehend zu erhalten, kann man(n) sich unter http://www.oevsv.at (Österreichischer Versuchsenderverband) oder www.darc.de informieren.

 

In der Phonie (Sprechfunk) kann auf verschiedenen Frequenzen (Bänder) mit unterschiedlichen Eigenschaften, Sendeleistungen und  Ausbreitungsbedingungen gearbeitet werden. Nicht zu jeder Tages- oder Nachtzeit kann ein Funkpartner, der sich ev. mehrere tausend Kilometer entfernt ist, erreicht werden. Ein AF kennt die Besonderheiten der Funkwellen und den „Störfaktor“ Sonne. Diese scheint nicht immer zur Freude eines AF. Ursache sind die Sonneneruptionen und deren störende Magnetfelder.

 

Viele „Seefahrer“,  Yachties (besonders Blauwassersegler),  haben oft Amateurfunk an Bord. Dieser ersetzt nicht den Marinefunk; er ergänzt diesen aber. Der Vorteil beim Amateurfunk ist, dass dieser kostenlos betrieben werden kann! Es ergeben sich keine Sprechgebühren!  Weiters bestehen Möglichkeiten, kostenlose Wetterinformationen an Bord zu holen.

Mit Pactor ist es möglich, über spezielle „Funk Server“,  E-mails nach Hause zu senden; oder von zu Hause auf's Schiff!  Und all das, mitten am Ozean…!

 

 

SCS Pactor Modem                                  Auto. Antennentuner SG 230

 

ICOM 7200

ICOM 7200

 

Verschiedene „fixe AF- Runden“ (Karibik, Mittelmehr usw.) treffen sich mehrmals wöchentlich oder täglich (zu einer fix festgelegten UTC Zeit), um Neuigkeiten und Wetterbedingungen auszutauschen. Mitunter mischt sich aber auch ein „Schwarzfunker“ (Funker ohne Lizenz!!) in die Runde. Dieser wird ignoriert und verrät sich durch fehlende Betriebstechnik oder  sein „Fantasiecall“. RACS  oder das international eingetragene Rufzeichen wird mit der Lizenz vergeben. Mein Rufzeichen lautet: OE 8 GTK /mm. Die Endung „mm bedeutet maritim mobile“ und wird nur auf See verwendet. Ich habe meine Lizenz schon seit 1973. Klasse 1 also mit Morsen!  Meine XYL (Kürzel für Frau im Morsecode) Gaby, hat das RACS OE 8 YGQ.  Funken („schwarz“) ohne Lizenz ist natürlich nicht erlaubt und strafbar!

 

Im Amateurfunk verwenden Funker verschiedene Abkürzungen (wie in der Stenographie oder Technik). Diese sind für nicht Funker wie eine Art „Geheimsprache“.  Diese Abkürzungen kommen aus der Morsezeit. Damals mussten Berufsfunker, Mitteilungen aller Art, schnell und sicher übermitteln. Einige Beispieledafür:

Funker = OM (old man);    XYL =  eigene Frau (ex young lady);   QRT = mache Schuss; QRL = Arbeitsplatz;  73 = Liebe Grüsse;  88 =Küsse; Q-Gruppen: QAM = Wetterbericht;  QSL = Empfangsbestätigung; QRV = Empfangsbereit; QRP! Reduziere die Sendeleistung, u.v.m.

 

Keine Angst. Heute hat der künftige Amateurfunker, die Fertigkeiten im Morsen und Gehörlesen, nicht mehr nachzuweisen. Wer aber noch mehr über Amateurfunk wissen will, für den habe ich eine gute Seite parat:

 

http://www.sy-merger.de/AFU/web-content/Amateurfunk%20an%20Bord.html.

 

Oder ein amerikanische: http://www.maxingout.com/ .