Fotovoltaikpanele am Segelkatamaran „Festina Lente“


Die Grundflächen eines Segelkatamarans, besonders das Bimini, bietet sich förmlich als Träger von Solarzellen an. Das alte Gerüst, welches die Erzeugerfirma aus „Kostengründen“ recht einfach konstruiert und baute, war natürlich dafür nicht mehr geeignet. Eine neue Konstruktion musste her. Messen, tüfteln, vergleichen, diskutieren, planen und schlussendlich zeichnen. Ein 42er Edelstahlrohr V4A will es sein. Ein Winterprojekt!



Alfred Erdetschnig, seines Zeichens „Metaller“ (und Chef der Fa. Libero Torbau in Klagenfurt) begutachtete vor Ort die Situation und maß „millimetergenau“ auf.  Das alte „Gestell“ wurde abmontiert, nach Klagenfurt in die riesengroße Werkstatt (Libero Torbau) gebracht und wieder genau aufgestellt, um die alten Bohrlöcher am Schiff wieder zu verwenden. Valentin Leitgeb, ein „alter und sehr erfahrener“ Schweißer von „Libero Torbau“, ein Könner und Kenner seiner Materie, fand  immer wieder Auswege aus der scheinbaren Ratlosigkeit. Perfekt und genau wurden die Teile vorgefertigt und später am Schiff zusammen gesetzt.

Mein Sohn Martin, auch ein Profi in Thermotechnik mit zwei rechten Händen, komplettierte und verschweißte (WIG) die ganze Konstruktion perfekt. Auch die alten Löcher passten genau und konnten wieder verwendet werden.



In der Mitte der Solarzellen, (auf den Fotos ersichtlich) zeigt sich ein begehbarer Steg aus Lochblech, der quasi ein MUSS war. Jetzt kann stehend, am Großsegel und an den „Lazyjacks“ oder am Sonneschutz für das Großsegel gearbeitet werden, ohne permanente Angst zu haben, sich durch einen Absturz den Hals zu brechen.


Ein weiterer Sonnen- und Regenschutz wurde dann noch „unter“ den Solarpanelen angebracht, sodass nicht einmal die Kabelführung der Zellen sichtbar sind. Fachgerecht (und sehr günstig) wurde dieser Sonneschutz angemessen und angebracht. Dieser Künstler (Ivo) ist in Laibach /SLO unter der Nummer 00386 40 559594 oder 00386 1 5126685 zu erreichen. Er spricht sehr gut englisch!


Bei den Solarzellen, handelt es sich um „KIOTO Panelen“ aus St. Veit an der Glan / Österreich. Ein Produkt aus der Heimat quasi! Die KPV 130 PE ist eine polykristalline Solarzelle, welche sich speziell für Inselanlagen (Boote, Almhütten, Wohnwagen usw.) eignet. Sie bringt bei 90° Einstrahlungswinkel und bei 25° Temperatur etwa 7,2 Amp/h. Daher ist es wichtig die Zellen zu hinterlüften! Zu heiße Zellen senken den Wirkungsgrad. Diese (vorerst) vier Zellen, versorgen lautlos beide Kühlschränke und halten alle Batterien (ca. 400 Amp.) voll! Kein Generatorgeräusch, keine weiteren Kosten und fast unsichtbar.

Weiters wurde noch ein Laderegler (Phocos CX – V1) sowie zwei (!) Hauptschalter eingebaut. Wichtig, die Möglichkeit, beide Pole - vor der Batterie noch extra trennen zu können.

Weitere vier Zellen werden noch angebracht. Zwei am Vordeck und zwei an den Davids, über dem Beiboot. Strom „zu liefern“ ist nicht geplant, aber einen Wasseraufbereiter und die Amateurfunkanlage zu versorgen ist angedacht.

Eine tolle und umfassende Beratung hinsichtlich Umgang mit Solarzellen und Materialauswahl gab mir noch Hr. Albert Zarfl von der Fa. Sonepar Österreich. Ein „personifizierter Katalog“, der jeden Teil am Markt zu kennen scheint….

Die Solaranlage ist seit Monaten in Betrieb und funktioniert sehr gut.